Mit Gesundheitsdaten Prävention und Versorgung im Kreis Heinsberg verbessern

Wie können Gesundheitsdaten dazu beitragen, Prävention und Versorgung gezielt zu verbessern? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich der Fachtag „Gesundheitsberichterstattung im Kreis Heinsberg“, zu dem das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg eingeladen hatte. Fachreferentinnen und Fachreferenten berichteten über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven der Gesundheitsberichterstattung.

Nach der Begrüßung durch Dezernentin Dr. Sonja Maurer eröffnete Dr. Brigitte Borrmann, Fachgruppenleiterin Gesundheitsberichterstattung im Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen (LfGA) den Fachtag mit einem Einblick in die Gesundheitsberichterstattung aus Sicht des Landesamtes. Anschließend stellte Nora Esser, Gesundheitswissenschaftlerin des Gesundheitsamtes Heinsberg, die Entwicklung der Gesundheitsberichterstattung im Kreis Heinsberg vor. Zukünftig soll es neben dem jährlichen Basisbericht zum Gesundheitszustand der Bevölkerung im Kreis Heinsberg – abrufbar im Serviceportal der Kreisverwaltung - Factsheets zu ausgewählten Themen des Berichtes in den Social-Media-Kanälen des Kreises geben.

Angela Cabanski und Markus Wilmer, Präventionsfachkräfte des Gesundheitsamtes Heinsberg, erläuterten anhand der Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung die Bedeutung einer guten Datenbasis für die Arbeit in der Verhaltensprävention und Gesundheitsförderung mit Kindern und Jugendlichen. Maximilian Gütt, Gesundheitswissenschaftler aus dem Gesundheitsamt Viersen, präsentierte Ergebnisse der grenzüberschreitenden Jugendbefragung 2023 „YES-Studie - Youth Euregional Scan“ aus dem Kreis Viersen. Die Jugendbefragung liefert wertvolle Erkenntnisse zum Gesundheitsverhalten und zur Lebenssituation junger Menschen und bietet wichtige Anhaltspunkte für die Entwicklung zielgerichteter Präventionsangebote. In diesem Jahr wird auch der Kreis Heinsberg an dieser regelmäßig stattfindenden Jugendbefragung teilnehmen.

Den Abschluss bildete Dr. Wolfgang Sommer mit einem Vortrag über den zu erwartenden Anstieg von Demenzerkrankungen und Altersdepression im Zuge des demografischen Wandels und gab einen Ausblick auf Projekte, die diese Entwicklung verlangsamen könnten.

Der Fachtag verdeutlichte, dass eine kontinuierliche und strukturierte Gesundheitsberichterstattung eine wesentliche Grundlage für fundierte gesundheitspolitische Entscheidungen bildet. Sie hilft dabei, gesundheitlich bedenkliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Präventionsmaßnahmen bedarfsgerecht auszurichten und die Gesundheitsversorgung im Kreis Heinsberg nachhaltig weiterzuentwickeln.

Referierten beim GBE-Tag: Markus Wilmer (von links), Nora Esser, Angela Cabanski, Dr. Sonja Maurer, Dr. Wolfgang Sommer, Heidrun Schößler, Maximilian Gütt und Dr. Brigitte Borrmann. Foto: Kreis Heinsberg
Referierten beim GBE-Tag: Markus Wilmer (von links), Nora Esser, Angela Cabanski, Dr. Sonja Maurer, Dr. Wolfgang Sommer, Heidrun Schößler, Maximilian Gütt und Dr. Brigitte Borrmann. Foto: Kreis Heinsberg